Geduld ist eine Tugend.
Sie kann aber auch zur Falle werden.
Man wartet und wartet, gegen Ende stellt sich heraus,
es hat nichts gebracht. Man hatte gewartet,
aber es passierte nichts.
Es kam zu keiner Klärung.
Vielleicht hätte man sich besser anders positioniert?
Auf Menschen vergeblich zu warten, ist nie schön.
Interessant ist es, sich die Begleitumstände anzuschauen.
Mittlerweile dreht sich viel um das Thema: Existenz.
Die einen leben relativ gut, die anderen versuchen eine Art von Rest zu bestreiten.
Das führt leicht zu Streit, noch schlimmer zu Hass.
Es gibt keine Debattenkultur mehr.
Was soll man auch debattieren, wenn es an Bildung mangelt?
Ein anderes Gift ist die Gleichgültigkeit.
Es ist sowieso alles egal. Sollen sie doch machen.
Was geht mich das an?
Jeder lebt seinen Stiefel, fühlt sich für andere Existenzen
und Dinge nicht mehr zuständig.
Man verzichtet gänzlich auf Teilnahme,
zieht sich zurück aus Abläufen.
Ignoranz wird zur neuen Domäne.
Kommunikation nimmt absurde Züge an.
Alles Teflon oder was?
Die Unzugänglichkeit lässt dann irgendwann den Geduldsfaden reißen.
Mit solchen Haltungen kann eine Gesellschaft ins Wanken geraten.
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