Wer die Wahl hat - hat die Chance?
Wenn es mal so einfach wäre.
Wir kennen alle das Geschwätz von der Leistungsgesellschaft,
zumeist vorgetragen von gut betuchten Leuten
in komfortablen Positionen.
Der Kanzler beschwört die Faulheit in manchen Bereichen
unserer Gesellschaft und verordnet:
"Wir müssen mehr arbeiten!"
Es ginge um unseren Wohlstand.
Nebenbei sing er das Loblied auf die private Vorsorge.
"Betreiben Sie mal private Vorsorge,
wenn Sie von einer Grundsicherung leben",
möchte man ihm in aller Dringlichkeit antworten.
Aber Kleinflugzeug-Besitzer kennen solche Probleme nicht.
Sie schweben über den Wolken.
Sie führen eine Existenz mit Komplett-
Absicherung
Dementsprechend lehnen sie sich weit aus dem Fenster,
gestürzt ist kaum einer.
Was soll mit solch einer Lobby auch schon groß passieren?
Auf der anderen Seite steht die alleinerziehende Mutter,
der behinderte oder kranke Mensch.
Sie reiben sich vielleicht verwundert ihre Augen,
es kann aber auch sein, dass sie sich vor Enttäuschung
und Erschöpfung gar nicht mehr regen.
Sie schweigen aus Ohnmacht...
Drinnen ist die Wut gewachsen,
auch die Verführbarkeit.
Das haben die etablierten Parteien, falls überhaupt,
viel zu spät bemerkt.
Der Wunsch nach einem Denkzettel wird immer größer.
Andere fallen in ein tiefes Loch der Leere.
Sie begeben sich in eine innere Emigration.
"Hilft sowieso nichts..."
Und wahrscheinlich läuft es darauf hinaus...
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